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DGT 3000

10888-dgt3000-(left)Nach mehr als zehn Jahren bekommt die DGT XL, das Flagschiff unter den Uhren des holländischen Marktführers in Sachen elektronischer Uhren, mit der DGT 3000 eine Nachfolgerin. Die Uhr kam zum ersten Mal prominent bei der Schachweltmeisterschaft Carlsen-Anand in Sotschi zum Einsatz, und es ist damit zu rechnen, dass sie mit der Zeit die DGT XL überall ablösen wird.

Allgemeinere Informationen zur Uhr und den Unterschieden zum Vorgängermodell finden sich hier.

Die Uhr verfügt über einen An- und Ausschalter auf der Unterseite. Durch ein Ausschalten der Uhr gehen alle aktuellen Informationen verloren (nicht dagegen die vorgenommene Programmierung!) und die Uhr geht nach dem erneuten Einschalten in den Ausgangszustand zurück!

Außerdem verfügt die Uhr über fünf weitere Tasten auf der Vorderseite (von links nach rechts):

Links 10888-dgt3000-knopf-links
Minus 10888-dgt3000-knopf-minus
Start/Pause 10888-dgt3000-knopf-start
Plus 10888-dgt3000-knopf-plus
Rechts 10888-dgt3000-knopf-rechts

Einstellen der Grundbedenkzeit: Für die derzeit in der 1. und 2. Bundesliga und allen Ligen des SB NRW verwendeten Bedenkzeit (100 min. /40 Züge + 50 min. / Rest + 30 sec. Aufschlag/Zug ab dem ersten Zug) muss die Uhr programmiert werden. Dazu schalten Sie die Uhr ein (Schalter unter der Uhr) und wählen mit den Tasten Plus oder Minus eine der frei programmierbaren Optionen 26 bis 30. Anschließend drücken Sie die Rechts-Taste. Was die Uhr nun anzeigt, hängt davon ab, ob diese Option zuvor bereits belegt war. Gehen Sie wie folgt vor:

1. Oben in der rechten Hälfte des Displays finden sich acht verschiedene Möglichkeiten der Einstellung. Betätigen Sie die Plus- oder Minus-Tasten so lange, bis der Schriftzug FISCH blinkt. Drücken Sie die Rechts-Taste. Stellen Sie nun mittels der Plus- bzw. Minus-Taste die Stunde der linken Uhr auf 1 ein. Durch Drücken der Rechts-Taste gelangen Sie dann zu den Zehner-Minuten, die sie auf 4 einstellen. Bei weiterem Drücken des Rechts-Taste folgend die Minuten, die Zehnersekunden und die Sekunden (alle auf 0 setzen, falls erforderlich).

Danach kann die rechte Uhr entsprechend eingestellt werden. Nach den Sekunden der rechten Uhr folgt die Angabe des Zuschlags (Minuten und Sekunden), der für beide Seiten der Uhr separat auf »0.30« eingestellt werden muss. Nach dem Zuschlag für die rechte Uhr folgt der Zugzähler, der auf »000« gestellt werden muss.

2. Nach der letzten Stelle des Zugzählers zeigt die Uhr die Einstellungen für die zweite Periode an. Die Einstellung folgt hier im Prinzip demselben Muster wie oben, nur dass die Bedenkzeit und der Aufschlag nicht für jede Seite separat, sondern nur einmal eingestellt werden muss. Der Zugzähler wird nicht noch einmal abgefragt, wenn er in der ersten Periode auf »000« gestellt wurde.

3. Wenn die Einstellung für die zweite Periode beendet ist, springt die Uhr zur dritten Periode. Drücken Sie nun, falls erforderlich, die Plus- bzw. Minus-Taste so lange, bis oben in der rechten Hälfte des Displays der Schriftzug END blinkt. Drücken anschließend Sie die Rechts-Taste. Die Uhr fragt nun noch zwei Einstellungen ab: Zuerst wird die Option »Sound« angeboten, die mit der Plus- oder Minus-Taste auf den Wert »off« gesetzt werden muss; dann fragt die Uhr bei Verwendung des Fischer-Modus nach der Einstellung für »Freeze«. Diese Option bestimmt, ob nach dem kompletten Ablaufen der Bedenkzeit einer Seite die Uhr der anderen Seite ebenfalls angehalten (eingefroren) werden soll. Auch diese Option ist auf »off« zu setzen, damit sich die Uhr regelkonform verhält. (Eine noch eingeschaltete Freeze-Option zeigt die Uhr oben im Display mit einer stilisierten Schneeflocke an; die Option kann vor dem Starten der Uhr durch längeres Gedrückthalten der Rechts-Taste abgeschaltet werden.) Nach nochmaligem Drücken der Rechts-Taste ist die Uhr nun programmiert und einsatzbereit.

Die DGT 3000 ermöglicht es, auf den Programmplätzen 26 bis 30 fünf verschiedene, frei programmierte Zeitkontrollen abzuspeichern. Die einmal vorgenommenen Programmierungen bleiben auch nach Ausschalten der Uhr, Wahl eines anderen Programms oder Batteriewechsel erhalten.

Für die in vielen unteren Ligen verwendete Bedenkzeit 120 min./40 Züge + 60 min./Rest hat die Uhr mit der Option 07 ein passendes Programm.

Starten und Anhalten der Uhr: Vor dem Ingangsetzen der Uhr sollte sichergestellt werden, dass der Drücker des Weiß-Spielers oben ist, da die Uhr links und rechts im Display mit zwei Königssymbolen die Farbverteilung anzeigt. Dies ist wichtig für die korrekte Verteilung der Zeitzuschläge, aber auch für den internen Zugzähler. Das Starten und Anhalten der Uhr geschieht mit der Taste Start/Pause in der Mitte, die die Uhr in den jeweils anderen Zustand versetzt. Zu Beginn der Partie muss die Uhr also mit diesem Knopf in Gang gesetzt werden.

Veränderung der Bedenkzeit: Im Fall einer Zeitstrafe oder sonstigen Veränderung der Bedenkzeit ist die Uhr zuerst mit dem Knopf »Start/Pause« anzuhalten, wenn dies nicht bereits geschehen ist. Anschließend ist Start/Pause-Taste nochmals zu drücken und drei Sekunden lang festzuhalten, um die Uhr in den Editier-Modus zu versetzen. Daraufhin beginnt im Display die linke Stundenanzeige zu blinken. Diese Ziffer kann jetzt mit der Plus- oder Minus-Taste analog zur Beschreibung oben erhöht oder verringert werden. Auch hier gelangt man wie zuvor beim Einstellen der Uhr mit der Rechts-Taste zur jeweils nächsten Ziffer. Nach der Veränderung der Zeit kann auch noch der Zugzähler und die Anzeige für die Partiephase angepasst werden, wenn das gewünscht ist. Nach der eventuellen Änderung der Partiephase wechselt die Uhr wieder in den Pausenmodus und kann mit der Start/Pause-Tasten wieder in Gang gesetzt werden.

Hinweis: Der Einstellzyklus muss komplett durchlaufen werden. Es gibt keine Möglichkeit, ihn vorzeitig abzubrechen, wenn man die gewünschten Veränderungen vorgenommen hat, sondern man muss die Rechts-Taste so lange drücken, bis das Ende des Einstellzyklus’ erreicht ist. Allerdings kann nach den gewünschte Einstellungen die Rechts-Taste gedrückt und festgehalten werden. Die restlichen Stellen werden dann im Schnelldurchlauf durchgegangen.

Solange die Uhr sich im Editier-Modus befindet, kann man von jeder Stelle aus mit der Links-Taste zur vorangegangenen Stelle zurückgesprungen werden. Dies vereinfacht das Einstellen der Uhr oft erheblich.

Neueinstellen einer Ersatzuhr: Das Einstellen einer Ersatzuhr folgt demselben Prinzip wie das Einstellen er Grundbedenkzeit. Es müssen die aktuelle Periode und alle folgenden Perioden der Partie programmiert werden. Sind alle erforderlichen Perioden programmiert, beendet man die Programmierung in der nächsten Periode wie oben beschrieben mit der Einstellung von END.

Hinweise, Tipps und Warnungen: Nach der Zeitkontrolle zeigt die Uhr mit einem stilisierten Fähnchen für einige Zeit oben im Display an, welcher Spieler die Zeit der ersten Partiephase zuerst überschritten hat. Das geschieht unabhängig vom Stand des internen Zugzählers. Diese Anzeige verschwindet nach einiger Zeit wieder. Auch am Ende der Partie zeigt die Uhr mit dem Fähnchen zuverlässig an, welche Seite die Zeit zuerst überschritten hat.

Die DGT 3000 verfügt über ein optionales Tonsignal. Die Benutzung eines solchen Signals, das bei geringer Bedenkzeit warnt und das Fallen des Blättchens anzeigt, ist nach den Regeln der FIDE nicht gestattet. Das Signal wird, während die Uhr läuft, durch Drücken und Festhalten der Minus-Taste, ein- und ausgeschaltet. Die Uhr zeigt nach dem Einschalten des Tonsignals oben in der Mitte des Displays eine Musiknote an.

Das Display der DGT 3000 zeigt außer den Zeiten folgende zusätzlichen Informationen im Display an: die Nummer des gewählten Programms, die Anzahl der eingestellten Partiephasen, die aktuelle Partiephase, die Farbverteilung und im Fischer-Modus ob die Option Freeze (s. o.) eingeschaltet ist. Eventuell wird auch das Nachlassen der Batterien durch ein entsprechendes Symbol angezeigt. Durch Drücken der Plus-Taste während die Uhr läuft, kann man den internen Zugzähler der Uhr anzeigen lassen. Dieser interne Zugzähler hat keinerlei Auswirkung auf das Verhalten der Uhr bei Erreichen der Zeitkontrolle!

Grundsätzlich gilt für alle Uhren: Setzen Sie keine Uhren ein, bei denen schon zu Anfang des Mannschaftskampfes die Batterie-Warnung zu sehen ist. Tauschen Sie diese Uhren oder die Batterien aus! Bei einer Batterie-Warnung während eines Mannschaftskampfes besteht in der Regel kein Grund zur Sorge, da die Uhr anschließend noch mindestens 10 Stunden lang ihren Dienst verrichten sollte. Eine Ausnahme besteht allerdings, wenn die Uhr mit Akkus betrieben wird, da diese zu plötzlichem Spannungsabfall neigen.

Gebrauchsanweisung der DGT 3000 (pdf)

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