Die Seite der NRW-Schachschiedsrichter

Die Mannschaftsführer als Schiedsrichter

Frage: Wo genau steht eigentlich, dass der (ein) Mannschaftsführer eine Schiedsrichterfunktion hat, sofern kein „echter“ Schiedsrichter anwesend ist ? Den ganzen Beitrag lesen »

Schlagen des Königs beim Blitzen ist verboten

Nach der letzten Regeländerung hat sich die Schiedsrichterkommission des DSB entschieden, ihre Auffassung aufzugeben, dass es sich beim Schlagen des gegnerischen Königs im Blitzschach um eine Form der Reklamation handelt. Das Schlagen des Königs stellt vielmehr selbst einen regelwidrigen Zug dar und kann als solcher, nachdem die Uhr gedrückt wurde, reklamiert werden. Mit der Aufhebung der früheren Regelung schließt sich der DSB der internationalen Auffassung an.

Quelle

DGT 2000 nicht für Fischer-Modus geeignet

Wie der DSB-Bundesspielleiter Jürgen Kohlstädt mitteilt, ist die DGT 2000 für alle Kämpfe mit Fischer-Modus als ungeeignet anzusehen und darf nicht verwendet werden. Die Schiedsrichter dürfen Wettkämpfe in der 2. Bundesliga nicht beginnen lassen, wenn der gastgebende Verein die DGT 2000 verwendet.

Das Problem besteht darin, dass der frei programmierbare Modus für Fischer-Bedenkzeiten (Modus 25) bei der DGT 2000 fehlerhaft ist. In diesem Modus können bis zu vier Spielperioden mit Bedenkzeitzuschlag pro Zug programmiert werden. Auch ein interner Zugzähler kann eingestellt werden. Dieser Zugzähler muss aber, um den Ansprüchen der Regeln zu genügen, auf 0 gesetzt werden. Leider führt aber genau dies zu einem Fehler beim Übergang von der ersten zur zweiten Partiephase: Nachdem auf einer der beiden Uhren die Bedenkzeit abgelaufen ist, schlägt die Uhr bei abgeschaltetem Zugzähler nicht, wie zu erwarten, die Zeit für die zweite Periode zu, sondern bleibt einfach stehen. Die Uhr kann daher für einen ordnungsgemäßen Spielbetrieb im Fischer-Modus nicht verwendet werden.

Da auch auf NRW-Ebene mit dem langen Fischer-Modus gespielt wird, gilt auch hier, dass die DGT 2000 als ungeeignet für den Spielbetrieb angesehen werden muss.

Das Nachfolgemodell DGT 2010 weist diesen Fehler ebenso wie die DGT XL nicht auf!

Aktuelle FIDE-Schachegeln (deutsch)

Wir stellen hier die deutsche Fassung der ab dem 1. Juli 2014 geltenden Fide-Schachregeln zum Download zur Verfügung. Es wird keine Garantie dafür übernommen, dass die hier angebotene Fassung mit der Druckfassung in allen Fällen identisch ist. Auch kann die hier angebotene Fassung noch Fehler in Orthographie und Zeichensetzung aufweisen. Im Zweifelsfall ist die aktuelle gedruckte Fassung vorzuziehen bzw. die englische Original-Fassung der Schachregeln.

Download: FIDE-Regel (deutsch) ab 1. Juli 2014

Änderungen der FIDE-Regeln

Wie sich inzwischen herumgesprochen hat, stehen ab dem 1. Juli 2009 Änderungen der FIDE-Regeln an. Zumindest eine Änderung – die Reduzierung der Wartezeit bis eine Partie als kampflos verloren gewertet wird – hat bereits im Vorfeld für große Diskussionen gesorgt, obwohl in den meisten Bereichen noch gar nicht klar ist, wie sich die entsprechende Regeländerung konkret auswirken wird.

Inzwischen liegt die englische Fassung der neuen Regeln vor; an der deutschen Übersetzung wird derzeit noch gearbeitet.

Hier sollen im Folgenden die wichtigen Änderungen des FIDE-Regelwerks dargestellt werden (es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Wartezeit: Die bisherige Regel 6.7 wird durch Regel 6.6 a. ersetzt. Die neue Regel besagt, dass ein Spieler, der nach dem tatsächlichen Beginn der Partie am Brett erscheint, die Partie verliert. Die Regel räumt allerdings ausdrücklich die Möglichkeit ein, dass das Turnierreglement hier eine andere Regelung trifft.

Korrektur der Uhren: In 6.10 b. wird nun ausdrücklich verfügt, dass eine Uhr, die zu Anfang falsch eingestellt wurde, von den Spielern oder dem Schiedsrichter gestoppt werden darf. Der Schiedsrichter stellt die Uhr dann nach bester Kenntnis richtig ein. Dies ist wohl in erster Linie auf elektronische Uhren gemünzt, bei denen eine eventuelle falsche Einstellung der zweiten Partiephase sich erst nach der Zeitkontrolle zeigt.

Illegale Züge: Die bisherige Regelung in 7.4 b. wird um den Hinweis ergänzt, dass eine Partie nur dann nach 3 illegalen Zügen desselben Spielers für diesen Spieler als verloren gewertet werden, wenn sein Gegner noch mattsetzen kann. Ansonsten ist die Partie remis.

Remis-Angebote: Regel 9.1 a. erlaubt nun ausdrücklich, dass das Turnierreglement festlegen kann, ab welchem Zug die Spieler ohne Zustimmung des Schiedsrichters Remis vereinbaren dürfen. Hiermit wird die sogenannte Sofia-Regel legalisiert.

Regel 9.5 wird dahingehend präzisiert, dass ein Spieler, der Remis wegen dreimaliger Stellungswiederholung oder der 50-Züge-Regel beantragt, die Uhr anhalten darf, aber nicht anhalten muss. Außerdem wird 9.5 b. vereinfacht: Ein unberechtigter Remisantrag in den oben genannten Fällen führt nun nur noch zu einer Zeitgutschrift vom 3 Minuten beim Gegner des Antragsstellers; der Zeitabzug beim Antragsteller fällt ersatzlos weg.

Handys: Die jetzige Regel 12.2 b. wird als 12.3 b. neu gefasst: Das Mitführen von Handys oder anderen elektronischen Geräten ist nun wieder erlaubt unter der Bedingung, dass diese Geräte komplett abgeschaltet sind. Außerdem wird die Strafe des  Partieverlust nun ausdrücklich auf jedes Geräusch ausgedehnt, das ein solches Gerät produziert. Sollte in einem solchen Fall der Gegner nicht mehr mattsetzen können, wird die Partie 0:½ gewertet.

Rauchverbot: Ein Rauchverbot im Turniersaal und allen nicht besonders vom Schiedsrichter dafür festgelegten Bereichen des Turnierareals ist nun Bestandteil der Regeln (12.3 c.).

Geräuschquellen: Regel 12.6 wird ergänzt um das Verbot, Geräuschquellen in den Turniersaal mitzubringen; gemeint sind offensichtlich MP3-Player und ähnliches.

Schnellschach/Blitz: Die Schnellschach- und Blitzschachregeln werden in A3 bzw. B2 dahingehend geändert, dass bei ausreichender Beobachtung der Partien durch Schiedsrichter (bei Schnellschach 1 Schiedsrichter pro 3 Partien; beim Blitz 1 Schiedsrichter pro Partie) bis auf die Notationspflicht nach den ganz normalen Turnierschachregeln gespielt wird.

Im Blitzschach wird die Regelung bei illegalen Zügen ergänzt: Wenn ein Spieler einen illegalen Zug gemacht hat und der Gegner diesen bereits beantwortet hat, so können sich die beiden Spieler ohne Eingreifen eines Schiedsrichters darauf einigen, dass der illegale Zug und der Antwortzug zurückgenommen werden.

Fischer-Schach/Chess 960: Die Regeln wurden um einen Anhang F ergänzt, der das sogenannte Fischer-Schach bzw. Chess 960 beschreibt.

Fragen zum Notationsformular

Fragen:

  1. In Artikel 8.1 der FIDE-Regeln steht die Formulierung, die Spieler hätte ihre Züge auf dem für das Turnier vorgeschriebenen »Partieformular« aufzuzeichnen. Bedeutet das, dass es eine grundsätzliche Vorschrift für die Gestaltung der Partieformulare gibt? Wo findet man sie? Wonach richten sich die Druckereien bzw. Schachverlage bei der Gestaltung der Partieformulare, denn die Basisgestaltung ist ja prinzipiell immer gleich?
  2. In Artikel 8.3 heißt es weiter: Die Partieformulare sind Eigentum des Turnierveranstalters. Bedeutet dies, dass ein Spieler sein Partieformular nach einem Wettkampf oder Turnier eigentlich gar nicht mitnehmen darf, weil sie ihm nicht gehören? Könnte der gastgebende Verein oder der Veranstalter darauf bestehen, dass alle Spieler ihre Partieformulare am Spielort zurücklassen? Den ganzen Beitrag lesen »

Wann ist ein Spieler „am Zug“?

Zurzeit wird anlässlich einer Armageddon-Partie zwischen Irina Krush und Anna Zatonski diskutiert, ob ein Spieler seinen Zug ausführen darf, wenn der Gegner noch nicht die Uhr gedrückt hat. Die Schachregeln sind hier recht eindeutig: Den ganzen Beitrag lesen »

Analysieren mit Computerhilfe

Frage: Ist das Analysieren von bereits beendeten Partien in einem Analyseraum mit Hilfe eines Computers untersagt? Die analysierenden Spieler haben (natürlich) ihre eigenen Partien bereits beendet und der Analyseraum ist räumlich getrennt vom Spielsaal, wo noch laufende Partien stattfinden. Den ganzen Beitrag lesen »

Handy-Benutzung

Frage: Das klingelnde Handy führt den Regeln nach zum sofortigen Ende der Partie. Aber wie sieht es mit dem aktiven Nutzen der Handys aus, also Telefonieren oder SMS schicken? Spielt es eine Rolle, ob innerhalb bzw. außerhalb des Turnierareals telefoniert wird? Es sind alles Regelverstöße, nur wie soll die Bestrafung aussehen? Die 13.4 der Reihe nach, oder führt das Telefonieren analog zum Handyklingeln zum direkten Partieverlust? Muss der Spieler reklamieren oder muss der Schiedsrichter bzw. der Mannschaftsführer eingreifen? Den ganzen Beitrag lesen »

Wie lange sind Lizenzen (Turnierleiter/regionaler Schiedsrichter) gültig?

Der Turnierleiter oder der regionale Schiedsrichter hat im Laufe von fünf Jahren zur Lizenzbestätigung an einem Weiterbildungslehrgang teilzunehmen.

Spätestens nach Ablauf von 10 Jahren ist durch eine Prüfung zur Lizenzbestätigung nachzuweisen, dass seine Fähigkeiten und Kenntnisse noch auf dem aktuellen Stand sind. Die Prüfung ist entbehrlich, wenn mindestens 20 Einsätze im fraglichen Zeitraum als Schiedsrichter auf den Ebenen des Landes, des Bundes oder der FIDE nachgewiesen werden. Für den Turnierleiter ohne Einschränkung der Ebenen.

Erfolgt innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraums keine Weiterbildung, ruht die Lizenz ab Beginn des Jahres, welches auf das Jahr folgt, in dem der regionale Schiedsrichter spätestens an einem Weiterbildungslehrgang hätte teilnehmen müssen. Die Lizenz lebt wieder auf, wenn innerhalb der folgenden zwei Jahre an einer Weiterbildung teilgenommen wurde, andernfalls erlischt die Lizenz. Diese Regelung gilt analog bei dem Nachweis der Prüfung.

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