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	<title>Schachschiedsrichter NRW &#187; Fälle aus der Praxis</title>
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	<description>Die Seite der NRW-Schachschiedsrichter</description>
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		<title>Hinweis zur DGT XL</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 23:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Schiedsrichter-Stammtisch 2010 wurde von vereinzelten F&#228;llen berichtet, bei denen die DGT XL beim Fischer-Modus in der dritten Partiephase ein von der Programmierung abweichendes Verhalten zeigt: Einzelne Uhren schlagen in der dritten, abschlie&#223;enden Partiephase nicht die programmierten 30 Sekunden pro Zug zu, sondern anscheinend willk&#252;rlich eine andere Bonuszeit, z. B. 3 Minuten. Dies scheint nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Schiedsrichter-Stammtisch 2010 wurde von vereinzelten F&#228;llen berichtet, bei denen die <a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-xl/">DGT XL</a> beim Fischer-Modus in der dritten Partiephase ein von der Programmierung abweichendes Verhalten zeigt: Einzelne Uhren schlagen in der dritten, abschlie&#223;enden Partiephase nicht die programmierten 30 Sekunden pro Zug zu, sondern anscheinend willk&#252;rlich eine andere Bonuszeit, z. B. 3 Minuten. Dies scheint nur vereinzelt aufzutreten und ist bei ein und derselben Uhr nicht unbedingt reproduzierbar. Schiedsrichter sind also dazu aufgefordert, nach dem &#220;bergang in die dritte Partiephase besonders sorgf&#228;ltig darauf zu achten, ob die DGT XL die Bonuszeit richtig verarbeitet.</p>
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		<title>Weitere Schwierigkeiten mit den DGT-Uhren</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2009/12/weitere-schwierigkeiten-mit-den-dgt-uhren/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 02:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den in Deutschland nur selten gebrauchten Fischer-Zeiten f&#252;r Schnell- und Blitzschach zeigen die turniergeeigneten DGT-Uhren (DGT 2000, DGT XL und DGT 2010) ein fehlerhaftes Verhalten: Alle drei Uhren schalten nach dem &#220;berschreiten der Zeitkontrolle bei einem Spieler auch die andere Uhr ab. Auf diese Weise kann der andere Spieler nicht mehr die Zeit &#252;berschreiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den in Deutschland nur selten gebrauchten Fischer-Zeiten f&#252;r Schnell- und Blitzschach zeigen die turniergeeigneten DGT-Uhren (<a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-2000/">DGT 2000</a>, <a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-xl/">DGT XL</a> und <a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-2010/">DGT 2010</a>) ein fehlerhaftes Verhalten:</p>
<p>Alle drei Uhren schalten nach dem &#220;berschreiten der Zeitkontrolle bei einem Spieler auch die andere Uhr ab. Auf diese Weise kann der andere Spieler nicht mehr die Zeit &#252;berschreiten, so dass es nicht mehr zum Remis wegen beiderseits abgelaufener Uhren kommen kann. Dieses Verhalten steht im Gegensatz zu den Regeln und macht die Uhren f&#252;r den Einsatz im Schnell- und Blitzschach mit Fischer-Zeit unbrauchbar, falls keine ausreichende Beobachtung der Partien durch Schiedsrichter garantiert ist. (Dank f&#252;r den Hinweis an Peter Hoffmann.)</p>
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		<title>DGT-Uhren und Fischer-Modus</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2009/06/dgt-uhren-und-fischer-modus/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 20:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Da nun auch unterhalb der 1. Bundesliga mit dem Fischer-Modus gespielt wird, hier zwei Hinweise, die sich beim Gebrauch der DGT-Uhren als n&#252;tzlich erweisen: 1. Alle DGT-Uhren addieren den Zeitbonus immer vor dem Zug zur Grundzeit hinzu. Stellt man eine DGT-Uhr also f&#252;r die erste Spielphase auf 1:40 h + 30 s/Zug ein, so wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da nun auch unterhalb der 1. Bundesliga mit dem Fischer-Modus gespielt wird, hier zwei Hinweise, die sich beim Gebrauch der DGT-Uhren als n&#252;tzlich erweisen:</p>
<p>1. Alle DGT-Uhren addieren den Zeitbonus immer <strong>vor dem Zug</strong> zur Grundzeit hinzu. Stellt man eine DGT-Uhr also f&#252;r die erste Spielphase auf 1:40 h + 30 s/Zug ein, so wird die Uhr mit einer Grundzeit von 1:40.30 starten. Solange in der Ausschreibung nicht audsr&#252;cklich vermerkt ist, dass der Zeitbonus nach dem Zug zu erteilen ist, stellt dies kein gr&#246;&#223;eres Problem dar. Zu vermeiden ist das Problem in jedem Fall durch die Enistellung von 1:39.30 h + 30 s/Zug als Grundzeit; dann starte die Uhr korrekt mit 1:40.00.</p>
<p>2. Die <a href="../../kleine-uhrenkunde/dgt-xl/">DGT XL</a> und <a href="../../kleine-uhrenkunde/dgt-2010/">DGT 2010</a> besitzen einen eingebauten Zugz&#228;hler. Zugz&#228;hler in Uhren sind grunds&#228;tzlich problematisch und sollten nach M&#246;glichkeit abgeschaltet werden. Die beiden genannten DGT-Uhren weisen konkret das Problem auf, dass sie bei eingeschaltetem Zugz&#228;hler dem Spieler mit den wei&#223;en Steinen nach dem abgeschlossenen 40. Zug sofort die Zeit f&#252;r die zweite Spielphase zuschlagen. Daran kann der Schwarzspieler erkennen, dass Wei&#223; die 40 Z&#252;ge – zumindest laut Zugz&#228;hler der Uhr – vollendet hat und er selbst nur noch einen Zug in der verbleibenden Zeit absolvieren muss.</p>
<p>Bei Gebrauch dieser DGT-Uhren empfiehlt es sich daher, die fest einprogrammierten Zeitkontrollen im Fischer-Modus zu meiden und die Uhr in einem der frei programmierbaren Modi manuell einzustellen. Dabei ist es wichtig, den Zugz&#228;hler auf »00« stehen zu lassen bzw. zu setzen. Die Uhr schl&#228;gt dann wie &#252;blich die Zeit f&#252;r die n&#228;chste Spielphase auf beide Uhren auf, wenn bei einem der beiden Spieler das F&#228;hnchen f&#228;llt.</p>
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		<title>Der selbsternannte Assistent</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2009/01/der-selbsternannte-assitent/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 00:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Wir diskutieren im Verein immer noch &#252;ber eine vielleicht gar nicht so ungew&#246;hnliche Situation w&#228;hrend des letzten Mannschaftskampfes in der Verbandsliga Bielefeld, also ohne anwesende Schiedsrichter: Ich hatte meine Partie bereits beendet, die erste Zeitkontrolle nahte. Die meisten anderen Partien liefen noch, darunter auch die Partien beider Mannschaftsf&#252;hrer. An einem weiteren Brett zeichnete sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Wir diskutieren im Verein immer noch &#252;ber eine vielleicht gar nicht so ungew&#246;hnliche Situation w&#228;hrend des letzten Mannschaftskampfes in der Verbandsliga Bielefeld, also ohne anwesende Schiedsrichter:</p>
<p>Ich hatte meine Partie bereits beendet, die erste Zeitkontrolle nahte. Die meisten anderen Partien liefen noch, darunter auch die Partien beider Mannschaftsf&#252;hrer. An einem weiteren Brett zeichnete sich eine Zeitnotschlacht ab. Da beide Mannschaftsf&#252;hrer am Zug waren und ich nicht st&#246;ren wollte, nahm ich mir ein Notationsformular, um mitzuschreiben, was ich den Spielern auch mitteilte.</p>
<p>Im 37. Zug bemerkte ich einen Klappenfall von Spieler A, Spieler B sah dies – in hochgradiger Zeitnot – nicht. Ich wei&#223;, dass ein Schiedsrichter oder dessen Assistent dann die Uhr anh&#228;lt, um die Zugzahl zu kontrollieren. Ein Zuschauer darf sich demgegen&#252;ber auf keinerlei Weise in eine laufende Partie einmischen. Wie sollte ich mich verhalten?</p>
<p>Im konkreten Fall habe ich – als Zuschauer – nichts gesagt, Spieler B (mein Mannschaftskollege) gab nach dem 41. Zug in klar verlorener Stellung auf. Mein Mannschaftsf&#252;hrer und Spieler B waren &#252;berhaupt nicht begeistert und meinten, ich h&#228;tte die Uhr anhalten m&#252;ssen, auch wenn ich nicht ausdr&#252;cklich zum Assistenten bestimmt gewesen sei. Vorsorglich erteilte er f&#252;r k&#252;nftige Wettk&#228;mpfe allen Teammitgliedern die Erlaubnis, bei seiner Verhinderung zu assistieren (und in dieser Funktion die Uhr zu kontrollieren).</p>
<p>H&#228;tte ich tats&#228;chlich in der gegebenen Situation als Assistent handeln m&#252;ssen? Und ist es m&#246;glich, im Voraus Vollmacht zur Assistenz zu geben oder bedarf dies der gesonderten Absprache beider Mannschaftsf&#252;hrer in jedem einzelnen Mannschaftskampf?<span id="more-87"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Der erste und eigentliche Fehler war nicht Ihrer, sondern der der Mannschaftsf&#252;hrer. Beide h&#228;tten angesichts der Tatsache, dass sie durch ihre eigenen Partien daran gehindert waren, sich um ihre Aufgaben zu k&#252;mmern, die Mannschaftsf&#252;hrung vor dem Eintreten der Zeitnotphase wenigstens zeitweilig an ein anderes Mitglied der Mannschaft, das mit seiner Partie schon fertig war bzw. das sich nicht in Zeitnot befand (z. B. an Sie), &#252;bertragen sollen. Damit w&#228;ren alle weiteren Probleme vermieden worden.</p>
<p>Nachdem Sie sich mit (eventuell schweigender) Zustimmung der beiden Spieler zum Assistenten f&#252;r die von Ihnen beobachtete Partie gemacht hatten, hatten Sie nat&#252;rlich auch die Pflicht, alle Aufgaben des Assistenten zu &#252;bernehmen. Zu diesen Aufgabe geh&#246;rt neben der Notation der Z&#252;ge auch und vorz&#252;glich die Markierung des Zeitpunkts, zu dem das erste Bl&#228;ttchen f&#228;llt. Dies haben Sie vers&#228;umt. Ihre Unsicherheit in der Frage ist zwar verst&#228;ndlich, aber dennoch verst&#246;&#223;t Ihr Verhalten gegen den Sinn des Einsatzes eines Assistenten. Dass Sie nicht von einem der Mannschaftsf&#252;hrer zum Assistenten gemacht wurden, sondern dies in Ansehung der vorliegenden Notwendigkeit selbst entschieden haben, macht Sie nicht zu einem „mitschreibenden Zuschauer“.</p>
<p>Doch wie oben gesagt: Das eigentliche Vers&#228;umnis ist den beiden Mannschaftsf&#252;hrern anzulasten. Eine dem Kampf vorhergehende Autorisierung ist weder m&#246;glich noch sinnvoll. Dies muss der Mannschaftsf&#252;hrer w&#228;hrend des Mannschaftskampfes je nach Sachlage sinnvoll regeln.</p>
<p><strong></strong></p>
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		<title>Ber&#252;hrt – gef&#252;hrt?</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2008/11/beruehrt-gefuehrt/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 10:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Bei einem Kampf in der Regionalliga in NRW, bei dem ein Schiedsrichter anwesend war, hat mein Gegner, als er am Zug war, zuf&#228;llig eine Figur fallen lassen. Nachdem er sie aufgehoben und wieder aufgestellt hatte, habe ich ihn aufgefordert, mit der Figur zu ziehen. Er weigerte sich. Der anwesende Schiedsrichter hat entschieden, dass mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Bei einem Kampf in der Regionalliga in NRW, bei dem ein Schiedsrichter anwesend war, hat mein Gegner, als er am Zug war, zuf&#228;llig eine Figur fallen lassen. Nachdem er sie aufgehoben und wieder aufgestellt hatte, habe ich ihn aufgefordert, mit der Figur zu ziehen. Er weigerte sich. Der anwesende Schiedsrichter hat entschieden, dass mein Gegner mit einer anderen Figur ziehen darf, weil er die Figur nicht in der Absicht ber&#252;hrt habe, sie zu ziehen. Da ich Partie gewonnen habe, kam es zu keinem Protest, trotzdem w&#252;rde ich gern wissen, ob der Schiedsrichter korrekt entschieden hat?<span id="more-83"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Die Entscheidung des Schiedsrichters war korrekt. In FIDE-Regel 4.3 hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Ber&#252;hrt der Spieler, der am Zug ist, den Fall von Artikel 4.2 [Zurechtr&#252;cken der Figuren nach Ank&#252;ndigung] ausgenommen, absichtlich auf  dem Schachbrett</p>
<p style="padding-left: 30px;">a) eine oder mehrere eigene Figuren, muss er die zuerst ber&#252;hrte Figur ziehen, die gezogen werden kann [...].</p>
</blockquote>
<p>Hier stehen gleich zwei Bedingungen, die im Falle einer heruntergefallenen Figur nicht erf&#252;llt sind: Das Wort <strong>absichtlich </strong>meint offensichtlich „in der Absicht, die Figur zu ziehen“ (auch die englische Fassung der Regeln ist hier nicht deutlicher: „if the player having the move <strong>deliberately </strong>touches“). Im Fall einer heruntergefallenen Figur erfolgt das Ber&#252;hren der Figur aber in der Absicht, diese gem&#228;&#223; FIDE-Regel 7.3 wieder aufzubauen, also nicht absichtlich im Sinne der FIDE-Regel 4.3. Welche Absicht ein Spieler mit dem Ber&#252;hren einer Figur verbindet, entscheidet der Schiedsrichter im Einzelfall aufgrund seines Sachverst&#228;ndnisses, seines Urteilsverm&#246;gens und seiner Objektivit&#228;t (vgl. Vorwort der FIDE-Regeln).</p>
<p>Selbst wenn man dieses Verst&#228;ndnis von <strong>absichtlich </strong>nicht teilt, so steht in FIDE-Regel 4.3 zus&#228;tzlich eine weitere Bedingung: <strong>auf dem Schachbrett</strong>. Dies besagt ausdr&#252;cklich, dass ein Spieler, der eine Figur ber&#252;hrt, die sich nicht auf dem Schachbrett befindet, damit keine Verpflichtung nach FIDE-Regel 4.3 eingeht. Wer eine heruntergefallene Figur aufhebt und wieder an ihren Platz stellt, muss mit der Figur nicht ziehen.</p>
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		<title>Beide Spieler fehlen zu Anfang der Partie</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2008/04/beide-spieler-fehlen-zu-anfang-der-partie/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 13:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Bei einem Mannschaftskampf fehlen an einem Brett zu Anfang der Partie beide Spieler. Der Mannschaftsf&#252;hrer der Heimmannschaft setzt zu Beginn des Kampfes die Uhr des Spielers mit den wei&#223;en Steinen in Gang. Sechs Minuten sp&#228;ter erscheint der F&#252;hrer der schwarzen Steine. Der Mannschaftsf&#252;hrer der Heimmannschaft h&#228;lt daraufhin die Uhr am entsprechenden Brett an, zieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Bei einem Mannschaftskampf fehlen an einem Brett zu Anfang der Partie beide Spieler. Der Mannschaftsf&#252;hrer der Heimmannschaft setzt zu Beginn des Kampfes die Uhr des Spielers mit den wei&#223;en Steinen in Gang. Sechs Minuten sp&#228;ter erscheint der F&#252;hrer der schwarzen Steine. Der Mannschaftsf&#252;hrer der Heimmannschaft h&#228;lt daraufhin die Uhr am entsprechenden Brett an, zieht dem Schwarzspieler die sechs Minuten von seiner Bedenkzeit ab und setzt anschlie&#223;end die Uhr des Spielers mit den wei&#223;en Steinen wieder in Gang.</p>
<p>War diese Vorgehensweise korrekt?<span id="more-56"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Nein! Fide-Regel 6.6 besagt:</p>
<blockquote><p>Falls zu Beginn keiner der Spieler anwesend ist, verliert der Spieler mit den wei&#223;en Figuren         die gesamte Zeit bis zu seinem Eintreffen, es sei denn, das Turnierreglement sieht etwas         anderes vor oder der Schiedsrichter entscheidet anders.</p></blockquote>
<p>Die Uhr des Spielers mit den wei&#223;en Steinen h&#228;tte also einfach ungest&#246;rt weiterlaufen sollen. F&#252;r Schwarz ist kein Zeitabzug anzusetzen.</p>
<p>Zwar sieht die Fide-Regel 6.6 vor, dass der Schiedsrichter im Einzelfall auch anders entscheiden kann, doch existiert hierzu eine Empfehlung der Schiedsrichterkommission des DSB, dass der Schiedsrichter von dem ihm einger&#228;umten Ermessensspielraum keinen Gebrauch machen soll.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gespr&#228;ch w&#228;hrend laufender Partie</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2007/12/gesprach-wahrend-laufender-partie/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 10:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KL</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Wenn ein Spieler und ein Vereinskamerad au&#223;erhalb des Spielsaals reden, der Spieler wieder hereinkommt, einen Zug ausf&#252;hrt und der Vereinskamerad ihm zunickt, ist dann der in der BTO NRW erw&#228;hnte Anschein eines Versto&#223;es erf&#252;llt? Sollte das zu Partieverlust f&#252;hren? Antwort: Auf eine so allgemein gehaltene Frage kann keine allgemein g&#252;ltige Antwort gegeben werden. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Wenn ein Spieler und ein Vereinskamerad au&#223;erhalb des Spielsaals reden, der Spieler wieder hereinkommt, einen Zug ausf&#252;hrt und der Vereinskamerad ihm zunickt, ist dann der in der BTO NRW erw&#228;hnte Anschein eines Versto&#223;es erf&#252;llt? Sollte das zu Partieverlust f&#252;hren?<span id="more-53"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Auf eine so allgemein gehaltene Frage kann keine allgemein g&#252;ltige Antwort gegeben werden. Hier k&#246;nnen unterschiedliche Schiedsrichter in unterschiedlichen konkreten Situationen sicherlich zu unterschiedlichen Entscheidungen kommen. So wird etwa nicht erw&#228;hnt, wann der Spieler das Lokal verlassen hat (es ist daher zu unterstellen, dass er es tat, als er nicht am Zug war). Es ist auch nicht geschildert worden, dass der Vereinskamerad erst gesehen hat, welchen Zug der Gegner gemacht hat, dann das Spiellokal verlassen hat und das Gespr&#228;ch gesucht hat.</p>
<p>Als Tatbestand bleibt daher nur das Gespr&#228;ch (wor&#252;ber auch immer) und das Nicken. Die Deutung, dass sich die beiden Spieler &#252;ber die Partie unterhalten haben, dass das Nicken eine Best&#228;tigung einer zuvor besprochenen Variante gewesen ist, ist zwar nachvollziehbar, jedoch nicht zwingend. Ob damit der Tatbestand des „Anscheins“ erf&#252;llt ist, liegt weitgehend im Ermessen des einzelnen Schiedsrichters, der seine Einsch&#228;tzung aus den konkreten Vorg&#228;ngen vor Ort gewinnt.</p>
<p>Meiner Meinung nach sollte der Schiedsrichter – sofern er au&#223;er den in der Frage beschriebenen keine weiteren belastenden Umst&#228;nde wahrgenommen hat – den betroffenen Spieler belehren, dass sein Verhalten die in der Frage beschriebene Deutung zul&#228;sst. Mehr als eine Verwarnung sollte hier ohne weitere Beweise nicht ausgesprochen werden; doch sollte der Schiedsrichter von nun an ein wachsames Auge auf die beiden Vereinskameraden haben und sich nach der ausgesprochenen Verwarnung auch nicht scheuen, im Wiederholungsfall die Partie f&#252;r verloren zu erkl&#228;ren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Remis oder Partieverlust?</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2007/12/remis-oder-partieverlust/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 10:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/?p=52</guid>
		<description><![CDATA[Frage: Wenn w&#228;hrend einer Blitzpartie ein Spieler, der noch Figuren und Bauern auf dem Brett hat, den letzten gegnerischen Stein vom Brett nimmt, aber, bevor er die Uhr dr&#252;cken kann, sein Bl&#228;ttchen f&#228;llt und der Gegner dies reklamiert, ist die Partie dann remis oder muss man gewisserma&#223;en den letzten Bauern wieder auf das Brett stellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Wenn w&#228;hrend einer Blitzpartie ein Spieler, der noch Figuren und Bauern auf dem Brett hat, den letzten gegnerischen Stein vom Brett nimmt, aber, bevor er die Uhr dr&#252;cken kann, sein Bl&#228;ttchen f&#228;llt und der Gegner dies reklamiert, ist die Partie dann remis oder muss man gewisserma&#223;en den letzten Bauern wieder auf das Brett stellen und die Partie f&#252;r den Spieler, der reklamiert hat, als gewonnen werten?<span id="more-52"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Fide Regel 6.10 besagt:</p>
<blockquote><p>Au&#223;er in den F&#228;llen, die durch die Artikel 5.1 oder einen der Artikel 5.2 a), b) oder c) erfasst werden, gilt, dass ein Spieler seine Partie verloren hat, wenn er die vorgeschriebene Anzahl von Z&#252;gen in der zugewiesenen Zeit nicht vollst&#228;ndig abgeschlossen hat. Die Partie ist jedoch remis, wenn eine Stellung entstanden ist, aus der heraus es dem Gegner nicht m&#246;glich ist, den K&#246;nig des Spielers durch irgendeine Folge von regelgem&#228;&#223;en Z&#252;gen, selbst bei ungeschicktestem Gegenspiel, matt zu setzen.</p></blockquote>
<p>Zudem besagt Fide-Regel 9.6:</p>
<blockquote><p>Die Partie ist remis, sobald eine Stellung entstanden ist,            aus welcher ein Matt durch keine erdenkliche Folge von            regelgem&#228;&#223;en Z&#252;gen, selbst bei ungeschicktestem Spiel,            erreichbar ist. Damit ist die Partie sofort beendet,            vorausgesetzt, der Zug, der diese Stellung herbeif&#252;hrte,            war regelgem&#228;&#223;.</p></blockquote>
<p>Nach der Fallbeschreibung ist alles, was der Spieler, der zuletzt am Zug war, noch zu tun hat, die Uhr zu dr&#252;cken, das hei&#223;t, dass der Zug des Spielers vollst&#228;ndig ausgef&#252;hrt war, bevor sein Gegner die Zeit&#252;berschreitung reklamiert hat. Mit der Ausf&#252;hrung des Zuges ist die <span style="text-decoration: line-through;">Partie aber sofort beendet</span> Remisstellung aber bereits erreicht; dem Bl&#228;ttchenfall kommt also keine besondere Bedeutung mehr zu. Die Partie endet mit einem Remis.</p>
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		<title>Reklamation eines illegalen Zugs</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 10:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Die nebenstehende Stellung entsteht in einer Blitzpartie. Wei&#223; spielt Sxg5+. Schwarz fasst seinen K&#246;nig an, um ihn aus dem Schach zu ziehen, stellt dann fest, dass der Zug Sxg5+ regelwidrig war. Was kann Schwarz nun tun? Antwort: Nach Fide-Regel C3 kann der Schwarzspieler nun den Gewinn reklamieren. Das Recht zur Reklamation verf&#228;llt erst, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/wordpress/wp-content/uploads/2007/12/sxg5.jpg" alt="sxg5.jpg" /><strong>Frage: </strong>Die nebenstehende Stellung entsteht in einer Blitzpartie. Wei&#223; spielt Sxg5+. Schwarz fasst seinen K&#246;nig an, um ihn aus dem Schach zu ziehen, stellt dann fest, dass der Zug Sxg5+ regelwidrig war. Was kann Schwarz nun tun?<span id="more-46"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Nach Fide-Regel C3 kann der Schwarzspieler nun den Gewinn reklamieren. Das Recht zur Reklamation verf&#228;llt erst, wenn Schwarz seinen eigenen Zug ausgef&#252;hrt hat.</p>
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