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	<title>Schachschiedsrichter NRW &#187; Fälle aus der Praxis</title>
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	<description>Die Seite der NRW-Schachschiedsrichter</description>
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		<title>Hinweis zur DGT XL</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 23:13:28 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Schiedsrichter-Stammtisch 2010 wurde von vereinzelten Fällen berichtet, bei denen die DGT XL beim Fischer-Modus in der dritten Partiephase ein von der Programmierung abweichendes Verhalten zeigt: Einzelne Uhren schlagen in der dritten, abschließenden Partiephase nicht die programmierten 30 Sekunden pro Zug zu, sondern anscheinend willkürlich eine andere Bonuszeit, z. B. 3 Minuten. Dies scheint nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Schiedsrichter-Stammtisch 2010 wurde von vereinzelten Fällen berichtet, bei denen die <a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-xl/">DGT XL</a> beim Fischer-Modus in der dritten Partiephase ein von der Programmierung abweichendes Verhalten zeigt: Einzelne Uhren schlagen in der dritten, abschließenden Partiephase nicht die programmierten 30 Sekunden pro Zug zu, sondern anscheinend willkürlich eine andere Bonuszeit, z. B. 3 Minuten. Dies scheint nur vereinzelt aufzutreten und ist bei ein und derselben Uhr nicht unbedingt reproduzierbar. Schiedsrichter sind also dazu aufgefordert, nach dem Übergang in die dritte Partiephase besonders sorgfältig darauf zu achten, ob die DGT XL die Bonuszeit richtig verarbeitet.</p>
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		<title>Weitere Schwierigkeiten mit den DGT-Uhren</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 02:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den in Deutschland nur selten gebrauchten Fischer-Zeiten für Schnell- und Blitzschach zeigen die turniergeeigneten DGT-Uhren (DGT 2000, DGT XL und DGT 2010) ein fehlerhaftes Verhalten: Alle drei Uhren schalten nach dem Überschreiten der Zeitkontrolle bei einem Spieler auch die andere Uhr ab. Auf diese Weise kann der andere Spieler nicht mehr die Zeit überschreiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den in Deutschland nur selten gebrauchten Fischer-Zeiten für Schnell- und Blitzschach zeigen die turniergeeigneten DGT-Uhren (<a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-2000/">DGT 2000</a>, <a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-xl/">DGT XL</a> und <a href="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/kleine-uhrenkunde/dgt-2010/">DGT 2010</a>) ein fehlerhaftes Verhalten:</p>
<p>Alle drei Uhren schalten nach dem Überschreiten der Zeitkontrolle bei einem Spieler auch die andere Uhr ab. Auf diese Weise kann der andere Spieler nicht mehr die Zeit überschreiten, so dass es nicht mehr zum Remis wegen beiderseits abgelaufener Uhren kommen kann. Dieses Verhalten steht im Gegensatz zu den Regeln und macht die Uhren für den Einsatz im Schnell- und Blitzschach mit Fischer-Zeit unbrauchbar, falls keine ausreichende Beobachtung der Partien durch Schiedsrichter garantiert ist. (Dank für den Hinweis an Peter Hoffmann.)</p>
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		<title>DGT-Uhren und Fischer-Modus</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2009/06/dgt-uhren-und-fischer-modus/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 20:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Da nun auch unterhalb der 1. Bundesliga mit dem Fischer-Modus gespielt wird, hier zwei Hinweise, die sich beim Gebrauch der DGT-Uhren als nützlich erweisen: 1. Alle DGT-Uhren addieren den Zeitbonus immer vor dem Zug zur Grundzeit hinzu. Stellt man eine DGT-Uhr also für die erste Spielphase auf 1:40 h + 30 s/Zug ein, so wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da nun auch unterhalb der 1. Bundesliga mit dem Fischer-Modus gespielt wird, hier zwei Hinweise, die sich beim Gebrauch der DGT-Uhren als nützlich erweisen:</p>
<p>1. Alle DGT-Uhren addieren den Zeitbonus immer <strong>vor dem Zug</strong> zur Grundzeit hinzu. Stellt man eine DGT-Uhr also für die erste Spielphase auf 1:40 h + 30 s/Zug ein, so wird die Uhr mit einer Grundzeit von 1:40.30 starten. Solange in der Ausschreibung nicht audsrücklich vermerkt ist, dass der Zeitbonus nach dem Zug zu erteilen ist, stellt dies kein größeres Problem dar. Zu vermeiden ist das Problem in jedem Fall durch die Enistellung von 1:39.30 h + 30 s/Zug als Grundzeit; dann starte die Uhr korrekt mit 1:40.00.</p>
<p>2. Die <a href="../../kleine-uhrenkunde/dgt-xl/">DGT XL</a> und <a href="../../kleine-uhrenkunde/dgt-2010/">DGT 2010</a> besitzen einen eingebauten Zugzähler. Zugzähler in Uhren sind grundsätzlich problematisch und sollten nach Möglichkeit abgeschaltet werden. Die beiden genannten DGT-Uhren weisen konkret das Problem auf, dass sie bei eingeschaltetem Zugzähler dem Spieler mit den weißen Steinen nach dem abgeschlossenen 40. Zug sofort die Zeit für die zweite Spielphase zuschlagen. Daran kann der Schwarzspieler erkennen, dass Weiß die 40 Züge – zumindest laut Zugzähler der Uhr – vollendet hat und er selbst nur noch einen Zug in der verbleibenden Zeit absolvieren muss.</p>
<p>Bei Gebrauch dieser DGT-Uhren empfiehlt es sich daher, die fest einprogrammierten Zeitkontrollen im Fischer-Modus zu meiden und die Uhr in einem der frei programmierbaren Modi manuell einzustellen. Dabei ist es wichtig, den Zugzähler auf »00« stehen zu lassen bzw. zu setzen. Die Uhr schlägt dann wie üblich die Zeit für die nächste Spielphase auf beide Uhren auf, wenn bei einem der beiden Spieler das Fähnchen fällt.</p>
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		<title>Der selbsternannte Assistent</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2009/01/der-selbsternannte-assitent/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 00:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Wir diskutieren im Verein immer noch über eine vielleicht gar nicht so ungewöhnliche Situation während des letzten Mannschaftskampfes in der Verbandsliga Bielefeld, also ohne anwesende Schiedsrichter: Ich hatte meine Partie bereits beendet, die erste Zeitkontrolle nahte. Die meisten anderen Partien liefen noch, darunter auch die Partien beider Mannschaftsführer. An einem weiteren Brett zeichnete sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Wir diskutieren im Verein immer noch über eine vielleicht gar nicht so ungewöhnliche Situation während des letzten Mannschaftskampfes in der Verbandsliga Bielefeld, also ohne anwesende Schiedsrichter:</p>
<p>Ich hatte meine Partie bereits beendet, die erste Zeitkontrolle nahte. Die meisten anderen Partien liefen noch, darunter auch die Partien beider Mannschaftsführer. An einem weiteren Brett zeichnete sich eine Zeitnotschlacht ab. Da beide Mannschaftsführer am Zug waren und ich nicht stören wollte, nahm ich mir ein Notationsformular, um mitzuschreiben, was ich den Spielern auch mitteilte.</p>
<p>Im 37. Zug bemerkte ich einen Klappenfall von Spieler A, Spieler B sah dies – in hochgradiger Zeitnot – nicht. Ich weiß, dass ein Schiedsrichter oder dessen Assistent dann die Uhr anhält, um die Zugzahl zu kontrollieren. Ein Zuschauer darf sich demgegenüber auf keinerlei Weise in eine laufende Partie einmischen. Wie sollte ich mich verhalten?</p>
<p>Im konkreten Fall habe ich – als Zuschauer – nichts gesagt, Spieler B (mein Mannschaftskollege) gab nach dem 41. Zug in klar verlorener Stellung auf. Mein Mannschaftsführer und Spieler B waren überhaupt nicht begeistert und meinten, ich hätte die Uhr anhalten müssen, auch wenn ich nicht ausdrücklich zum Assistenten bestimmt gewesen sei. Vorsorglich erteilte er für künftige Wettkämpfe allen Teammitgliedern die Erlaubnis, bei seiner Verhinderung zu assistieren (und in dieser Funktion die Uhr zu kontrollieren).</p>
<p>Hätte ich tatsächlich in der gegebenen Situation als Assistent handeln müssen? Und ist es möglich, im Voraus Vollmacht zur Assistenz zu geben oder bedarf dies der gesonderten Absprache beider Mannschaftsführer in jedem einzelnen Mannschaftskampf?<span id="more-87"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Der erste und eigentliche Fehler war nicht Ihrer, sondern der der Mannschaftsführer. Beide hätten angesichts der Tatsache, dass sie durch ihre eigenen Partien daran gehindert waren, sich um ihre Aufgaben zu kümmern, die Mannschaftsführung vor dem Eintreten der Zeitnotphase wenigstens zeitweilig an ein anderes Mitglied der Mannschaft, das mit seiner Partie schon fertig war bzw. das sich nicht in Zeitnot befand (z. B. an Sie), übertragen sollen. Damit wären alle weiteren Probleme vermieden worden.</p>
<p>Nachdem Sie sich mit (eventuell schweigender) Zustimmung der beiden Spieler zum Assistenten für die von Ihnen beobachtete Partie gemacht hatten, hatten Sie natürlich auch die Pflicht, alle Aufgaben des Assistenten zu übernehmen. Zu diesen Aufgabe gehört neben der Notation der Züge auch und vorzüglich die Markierung des Zeitpunkts, zu dem das erste Blättchen fällt. Dies haben Sie versäumt. Ihre Unsicherheit in der Frage ist zwar verständlich, aber dennoch verstößt Ihr Verhalten gegen den Sinn des Einsatzes eines Assistenten. Dass Sie nicht von einem der Mannschaftsführer zum Assistenten gemacht wurden, sondern dies in Ansehung der vorliegenden Notwendigkeit selbst entschieden haben, macht Sie nicht zu einem „mitschreibenden Zuschauer“.</p>
<p>Doch wie oben gesagt: Das eigentliche Versäumnis ist den beiden Mannschaftsführern anzulasten. Eine dem Kampf vorhergehende Autorisierung ist weder möglich noch sinnvoll. Dies muss der Mannschaftsführer während des Mannschaftskampfes je nach Sachlage sinnvoll regeln.</p>
<p><strong></strong></p>
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		<title>Berührt – geführt?</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2008/11/beruehrt-gefuehrt/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 10:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Bei einem Kampf in der Regionalliga in NRW, bei dem ein Schiedsrichter anwesend war, hat mein Gegner, als er am Zug war, zufällig eine Figur fallen lassen. Nachdem er sie aufgehoben und wieder aufgestellt hatte, habe ich ihn aufgefordert, mit der Figur zu ziehen. Er weigerte sich. Der anwesende Schiedsrichter hat entschieden, dass mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Bei einem Kampf in der Regionalliga in NRW, bei dem ein Schiedsrichter anwesend war, hat mein Gegner, als er am Zug war, zufällig eine Figur fallen lassen. Nachdem er sie aufgehoben und wieder aufgestellt hatte, habe ich ihn aufgefordert, mit der Figur zu ziehen. Er weigerte sich. Der anwesende Schiedsrichter hat entschieden, dass mein Gegner mit einer anderen Figur ziehen darf, weil er die Figur nicht in der Absicht berührt habe, sie zu ziehen. Da ich Partie gewonnen habe, kam es zu keinem Protest, trotzdem würde ich gern wissen, ob der Schiedsrichter korrekt entschieden hat?<span id="more-83"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Die Entscheidung des Schiedsrichters war korrekt. In FIDE-Regel 4.3 heißt es:</p>
<blockquote><p>Berührt der Spieler, der am Zug ist, den Fall von Artikel 4.2 [Zurechtrücken der Figuren nach Ankündigung] ausgenommen, absichtlich auf  dem Schachbrett</p>
<p style="padding-left: 30px;">a) eine oder mehrere eigene Figuren, muss er die zuerst berührte Figur ziehen, die gezogen werden kann [...].</p>
</blockquote>
<p>Hier stehen gleich zwei Bedingungen, die im Falle einer heruntergefallenen Figur nicht erfüllt sind: Das Wort <strong>absichtlich </strong>meint offensichtlich „in der Absicht, die Figur zu ziehen“ (auch die englische Fassung der Regeln ist hier nicht deutlicher: „if the player having the move <strong>deliberately </strong>touches“). Im Fall einer heruntergefallenen Figur erfolgt das Berühren der Figur aber in der Absicht, diese gemäß FIDE-Regel 7.3 wieder aufzubauen, also nicht absichtlich im Sinne der FIDE-Regel 4.3. Welche Absicht ein Spieler mit dem Berühren einer Figur verbindet, entscheidet der Schiedsrichter im Einzelfall aufgrund seines Sachverständnisses, seines Urteilsvermögens und seiner Objektivität (vgl. Vorwort der FIDE-Regeln).</p>
<p>Selbst wenn man dieses Verständnis von <strong>absichtlich </strong>nicht teilt, so steht in FIDE-Regel 4.3 zusätzlich eine weitere Bedingung: <strong>auf dem Schachbrett</strong>. Dies besagt ausdrücklich, dass ein Spieler, der eine Figur berührt, die sich nicht auf dem Schachbrett befindet, damit keine Verpflichtung nach FIDE-Regel 4.3 eingeht. Wer eine heruntergefallene Figur aufhebt und wieder an ihren Platz stellt, muss mit der Figur nicht ziehen.</p>
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		<title>Beide Spieler fehlen zu Anfang der Partie</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2008/04/beide-spieler-fehlen-zu-anfang-der-partie/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 13:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Bei einem Mannschaftskampf fehlen an einem Brett zu Anfang der Partie beide Spieler. Der Mannschaftsführer der Heimmannschaft setzt zu Beginn des Kampfes die Uhr des Spielers mit den weißen Steinen in Gang. Sechs Minuten später erscheint der Führer der schwarzen Steine. Der Mannschaftsführer der Heimmannschaft hält daraufhin die Uhr am entsprechenden Brett an, zieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Bei einem Mannschaftskampf fehlen an einem Brett zu Anfang der Partie beide Spieler. Der Mannschaftsführer der Heimmannschaft setzt zu Beginn des Kampfes die Uhr des Spielers mit den weißen Steinen in Gang. Sechs Minuten später erscheint der Führer der schwarzen Steine. Der Mannschaftsführer der Heimmannschaft hält daraufhin die Uhr am entsprechenden Brett an, zieht dem Schwarzspieler die sechs Minuten von seiner Bedenkzeit ab und setzt anschließend die Uhr des Spielers mit den weißen Steinen wieder in Gang.</p>
<p>War diese Vorgehensweise korrekt?<span id="more-56"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Nein! Fide-Regel 6.6 besagt:</p>
<blockquote><p>Falls zu Beginn keiner der Spieler anwesend ist, verliert der Spieler mit den weißen Figuren         die gesamte Zeit bis zu seinem Eintreffen, es sei denn, das Turnierreglement sieht etwas         anderes vor oder der Schiedsrichter entscheidet anders.</p></blockquote>
<p>Die Uhr des Spielers mit den weißen Steinen hätte also einfach ungestört weiterlaufen sollen. Für Schwarz ist kein Zeitabzug anzusetzen.</p>
<p>Zwar sieht die Fide-Regel 6.6 vor, dass der Schiedsrichter im Einzelfall auch anders entscheiden kann, doch existiert hierzu eine Empfehlung der Schiedsrichterkommission des DSB, dass der Schiedsrichter von dem ihm eingeräumten Ermessensspielraum keinen Gebrauch machen soll.</p>
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		<title>Gespräch während laufender Partie</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2007/12/gesprach-wahrend-laufender-partie/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 10:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KL</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Wenn ein Spieler und ein Vereinskamerad außerhalb des Spielsaals reden, der Spieler wieder hereinkommt, einen Zug ausführt und der Vereinskamerad ihm zunickt, ist dann der in der BTO NRW erwähnte Anschein eines Verstoßes erfüllt? Sollte das zu Partieverlust führen? Antwort: Auf eine so allgemein gehaltene Frage kann keine allgemein gültige Antwort gegeben werden. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Wenn ein Spieler und ein Vereinskamerad außerhalb des Spielsaals reden, der Spieler wieder hereinkommt, einen Zug ausführt und der Vereinskamerad ihm zunickt, ist dann der in der BTO NRW erwähnte Anschein eines Verstoßes erfüllt? Sollte das zu Partieverlust führen?<span id="more-53"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Auf eine so allgemein gehaltene Frage kann keine allgemein gültige Antwort gegeben werden. Hier können unterschiedliche Schiedsrichter in unterschiedlichen konkreten Situationen sicherlich zu unterschiedlichen Entscheidungen kommen. So wird etwa nicht erwähnt, wann der Spieler das Lokal verlassen hat (es ist daher zu unterstellen, dass er es tat, als er nicht am Zug war). Es ist auch nicht geschildert worden, dass der Vereinskamerad erst gesehen hat, welchen Zug der Gegner gemacht hat, dann das Spiellokal verlassen hat und das Gespräch gesucht hat.</p>
<p>Als Tatbestand bleibt daher nur das Gespräch (worüber auch immer) und das Nicken. Die Deutung, dass sich die beiden Spieler über die Partie unterhalten haben, dass das Nicken eine Bestätigung einer zuvor besprochenen Variante gewesen ist, ist zwar nachvollziehbar, jedoch nicht zwingend. Ob damit der Tatbestand des „Anscheins“ erfüllt ist, liegt weitgehend im Ermessen des einzelnen Schiedsrichters, der seine Einschätzung aus den konkreten Vorgängen vor Ort gewinnt.</p>
<p>Meiner Meinung nach sollte der Schiedsrichter – sofern er außer den in der Frage beschriebenen keine weiteren belastenden Umstände wahrgenommen hat – den betroffenen Spieler belehren, dass sein Verhalten die in der Frage beschriebene Deutung zulässt. Mehr als eine Verwarnung sollte hier ohne weitere Beweise nicht ausgesprochen werden; doch sollte der Schiedsrichter von nun an ein wachsames Auge auf die beiden Vereinskameraden haben und sich nach der ausgesprochenen Verwarnung auch nicht scheuen, im Wiederholungsfall die Partie für verloren zu erklären.</p>
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		<title>Remis oder Partieverlust?</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2007/12/remis-oder-partieverlust/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 10:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Wenn während einer Blitzpartie ein Spieler, der noch Figuren und Bauern auf dem Brett hat, den letzten gegnerischen Stein vom Brett nimmt, aber, bevor er die Uhr drücken kann, sein Blättchen fällt und der Gegner dies reklamiert, ist die Partie dann remis oder muss man gewissermaßen den letzten Bauern wieder auf das Brett stellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage: </strong>Wenn während einer Blitzpartie ein Spieler, der noch Figuren und Bauern auf dem Brett hat, den letzten gegnerischen Stein vom Brett nimmt, aber, bevor er die Uhr drücken kann, sein Blättchen fällt und der Gegner dies reklamiert, ist die Partie dann remis oder muss man gewissermaßen den letzten Bauern wieder auf das Brett stellen und die Partie für den Spieler, der reklamiert hat, als gewonnen werten?<span id="more-52"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Fide Regel 6.10 besagt:</p>
<blockquote><p>Außer in den Fällen, die durch die Artikel 5.1 oder einen der Artikel 5.2 a), b) oder c) erfasst werden, gilt, dass ein Spieler seine Partie verloren hat, wenn er die vorgeschriebene Anzahl von Zügen in der zugewiesenen Zeit nicht vollständig abgeschlossen hat. Die Partie ist jedoch remis, wenn eine Stellung entstanden ist, aus der heraus es dem Gegner nicht möglich ist, den König des Spielers durch irgendeine Folge von regelgemäßen Zügen, selbst bei ungeschicktestem Gegenspiel, matt zu setzen.</p></blockquote>
<p>Zudem besagt Fide-Regel 9.6:</p>
<blockquote><p>Die Partie ist remis, sobald eine Stellung entstanden ist,            aus welcher ein Matt durch keine erdenkliche Folge von            regelgemäßen Zügen, selbst bei ungeschicktestem Spiel,            erreichbar ist. Damit ist die Partie sofort beendet,            vorausgesetzt, der Zug, der diese Stellung herbeiführte,            war regelgemäß.</p></blockquote>
<p>Nach der Fallbeschreibung ist alles, was der Spieler, der zuletzt am Zug war, noch zu tun hat, die Uhr zu drücken, das heißt, dass der Zug des Spielers vollständig ausgeführt war, bevor sein Gegner die Zeitüberschreitung reklamiert hat. Mit der Ausführung des Zuges ist die <span style="text-decoration: line-through;">Partie aber sofort beendet</span> Remisstellung aber bereits erreicht; dem Blättchenfall kommt also keine besondere Bedeutung mehr zu. Die Partie endet mit einem Remis.</p>
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		<title>Reklamation eines illegalen Zugs</title>
		<link>http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/2007/12/reklamation-eines-illegalen-zugs/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 10:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle aus der Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage: Die nebenstehende Stellung entsteht in einer Blitzpartie. Weiß spielt Sxg5+. Schwarz fasst seinen König an, um ihn aus dem Schach zu ziehen, stellt dann fest, dass der Zug Sxg5+ regelwidrig war. Was kann Schwarz nun tun? Antwort: Nach Fide-Regel B3 c) kann der Schwarzspieler nun den Gewinn reklamieren. Das Recht zur Reklamation verfällt erst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schachschiedsrichter-nrw.de/wordpress/wp-content/uploads/2007/12/sxg5.jpg" alt="sxg5.jpg" /><strong>Frage: </strong>Die nebenstehende Stellung entsteht in einer Blitzpartie. Weiß spielt Sxg5+. Schwarz fasst seinen König an, um ihn aus dem Schach zu ziehen, stellt dann fest, dass der Zug Sxg5+ regelwidrig war. Was kann Schwarz nun tun?<span id="more-46"></span></p>
<p><strong>Antwort: </strong>Nach Fide-Regel B3 c) kann der Schwarzspieler nun den Gewinn reklamieren. Das Recht zur Reklamation verfällt erst, wenn Schwarz seinen eigenen Zug ausgeführt hat.</p>
]]></content:encoded>
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