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DGT 3000

10888-dgt3000-(left)Nach mehr als zehn Jahren bekommt die DGT XL, das Flagschiff unter den Uhren des holländischen Marktführers in Sachen elektronischer Uhren, mit der DGT 3000 eine Nachfolgerin. Die Uhr kam zum ersten Mal prominent bei der Schachweltmeisterschaft Carlsen-Anand in Sotschi zum Einsatz, und es ist damit zu rechnen, dass sie mit der Zeit die DGT XL überall ablösen wird.

Die DGT 3000 hat in etwa dieselben Abmessungen wie das Vorgängermodell. Sie verfügt aber über ein deutlich größeres Display, das eine große Menge an Informationen liefert. Außerdem handelt es sich um die erste DGT-Uhr, die vollständig den Anforderungen der FIDE-Schachregeln an eine elektronische Uhr entspricht, da sie für Blitz- oder Schnellschach mit Fischer-Bedenkzeit so eingestellt werden kann, dass im Falle einer Zeitüberschreitung das Einfrieren, sprich: Stehenbleiben der anderen Uhr vermieden werden kann. Das Display zeigt nun auch bei langen Bedenkzeiten von Anfang an die Sekunden, so dass jederzeit klar erkennbar ist, über wie viel Bedenkzeit die beiden Spieler noch verfügen. Die insbesondere für im Umgang mit elektronischen Uhren weniger erfahrene Spieler oft verwirrende Anzeige, wenn auf einer Seite der Uhr noch Stunden und Minuten, auf der anderen aber bereits Minuten und Sekunden angezeigt werden, gehört damit der Vergangenheit an. Diese Lösung wäre auch für die Nachfolgerin der DGT 2010 wünschenswert.

Zusätzlich zu den bislang gewohnten Informationen zeigt die DGT 3000 nun auch an, wieviele Zeitperioden für die Partie eingestellt wurden und in welcher Periode sich die beiden Spieler befinden. Außerdem kann der Schiedsrichter jederzeit vom Display ablesen, welche der Programmoptionen für die Einstellung der Uhr verwendet wurde. Als weiteren Unterschied kann man noch festhalten, dass der Schiebeschalter der DGT XL zum Ein- und Ausschalten der Uhr durch den  von anderen DGT-Modellen bekannten Druckknopf unter der Uhr abgelöst worden ist. Das grundsätzliche Konzept zum Einstellen der Uhr ist aber gleich geblieben, so dass sich, wer sich mit der DGT XL auskennt, auch mit der DGT 3000 sogleich zurecht finden wird.

Analog zur DGT XL lassen sich auch bei der DGT 3000 fünf Programmplätze (26–30) vollständig frei programmieren, wobei die einmal vorgenommenen Programmierungen auch beim Abschalten der Uhr und beim Batteriewechsel erhalten bleiben! Was die fest voreingestellten Programme angeht, hat einmal mehr die Praxis in Deutschland die Programmierung der Uhr überholt: Zwar hat die DGT 3000 einen voreingestellten Programmplatz für die in der letzten Saison auf Bundesebene noch benutzte lange Fischer-Bedenkzeit (Option 14), doch die aktuelle Bedenkzeit muss einmal mehr manuell eingestellt werden. Aufgrund der bequemen Programmierung der freien Plätze muss dies aber in der Regel nur einmal pro Uhr erfolgen.

Wie die Vorgängerin lässt sich die DGT 3000 auch an ein DGT-Brett anschließen. Ebenso ist sie als Display für Informationen bei der Nutzung des DGT-Bretts zusammen mit einem Computer geeignet, wobei auch hier aufgrund des größeren und differenzierteren Displays mehr Informationen als früher dargestellt werden können.

Die Uhr kostete derzeit im Fachhandel etwa 90 €, ist also in der Hauptsache für die Nutzer interessant, die besondere Ansprüche an eine elektronische Uhr stellen oder die die Uhr zusammen mit einem DGT-Brett verwenden wollen.

Eine detaillierte Anleitung zum Einstellen der Uhr ist auf der entsprechenden Seite der Uhrenkunde zu finden.

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