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Hinweis zur DGT XL

Beim Schiedsrichter-Stammtisch 2010 wurde von vereinzelten Fällen berichtet, bei denen die DGT XL beim Fischer-Modus in der dritten Partiephase ein von der Programmierung abweichendes Verhalten zeigt: Einzelne Uhren schlagen in der dritten, abschließenden Partiephase nicht die programmierten 30 Sekunden pro Zug zu, sondern anscheinend willkürlich eine andere Bonuszeit, z. B. 3 Minuten. Dies scheint nur vereinzelt aufzutreten und ist bei ein und derselben Uhr nicht unbedingt reproduzierbar. Schiedsrichter sind also dazu aufgefordert, nach dem Übergang in die dritte Partiephase besonders sorgfältig darauf zu achten, ob die DGT XL die Bonuszeit richtig verarbeitet.

6 Reaktionen zu “Hinweis zur DGT XL”
  1. Peter Hoffmann

    Hallo zusammen,
    die DGT XL zeigt im Fischer-Modus noch andere „Merkwürdigkeiten“.
    SR-Kollege Jens Wolter hat mich darauf hingewiesen und ich habe es mit meiner eigenen XL ausprobiert.
    Beim Wechsel in die nächste Zeitperiode (egal ob 2. oder 3.) gibt die Uhr zusätzlich noch einmal das Inkrement für beide Spieler (im Test 30 sec.), obwohl gar kein Zug gemacht wurde.
    Für den Spieler, bei dem das Blättchen noch oben war, sogar das doppelte Inkrement, also 1 Minute.

  2. Jens Wolter

    Kleine Anmerkung dazu: Fällt bei Weiß das Blättchen zuerst, addiert die Uhr auf beiden Seiten einen einfachen Bonus. Dies kann man beheben, indem die zweite Zeitperiode auf 0:29:30 gestellt wird. Fällt jedoch bei Schwarz das Blättchen zuerst, erhält Weiß einen doppelten Bonus, wofür ich leider bis jetzt noch keinen Workaround gefunden habe. Komischerweise wird dieses Verhalten auch in der Anleitung zur DGT XL beschrieben. Ist das Fehlverhalten bis jetzt wirklich niemandem aufgefallen oder stelle ich mich zu doof an, die Uhr korrekt zu programmieren?

  3. Albert Vasse

    @ Jens Wolter und Peter Hoffmann.

    Zur Erklärung des ersten Bonus: Parallele Situation: Auch bei Bonus („Fischer“) Blitz. 5 Minuten + 3 Sekunden fängt an mit 5.03 auf der Uhr. Auch hier ist noch kein Zug gemacht worden. Also gar nicht Merkwürdig.

    Zur Erklärung doppelt Bonus wenn Schartzes Blättchen zuerst fällt: Ausgangspunkt ist das beide Spieler für die gleiche Zugzahl die gleiche Zeit bekommen müssen. Dies hat beim Übergang von „Time“ auf „Bonus“ genau die Folgen wie Sie beschrieben. Vielliecht merkwürdig, aber volkommen korrekt nach FIDE Laws of Chess.
    Die Silver Uhr 1.3 oder 1.4 (?) ist in 2004 durchgefallen beim FIDE Test genau weil die Dresdener damals diesen Doppeltbonus vergessen hatten.

  4. Jens Wolter

    Der Bonus zu Beginn ist unstrittig – dieser ist ja nötig, damit die Spieler 40 Boni in der ersten Periode erhalten und nicht 39. Aber darum geht es hier ja gar nicht.

    Beim Übergang von „Time“ nach „Bonus“ wäre das oben angegebene Verfahren in der Tat korrekt. Hier spielt sich jedoch die GESAMTE Partie im Fischermodus ab. Demnach ist hier der doppelte Bonus für Weiß einfach falsch – genauso wie überhaupt eine Bonusvergabe bei Periodenwechsel.

  5. Hauke Reddmann

    Hallo!
    Eure Uhrenseite ist sehr nützlich, wenn auch etwas Overkill, wenn man sich einen Ausdruck machen will.
    Könntet Ihr eine „kondensierte“ Tabelle machen, in
    der erstmal nur: Uhrenname/Knöpflis zum Einstellen von Modus X/Modus Y [nur die gebräuchlichsten]/
    Zeitstrafe/Zeitbonus/ggf. Macken verzeichnet sind? Hat man das Papier dann mit, dürften damit 99% aller praktischen Fälle abgedeckt sein.

    Hauke

  6. MF

    Guter Einfall! Wenn Du die kondensierte Tabelle fertig hast, mail sie mir. Ich stelle sie dann online.

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