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Weitere Schwierigkeiten mit den DGT-Uhren

Bei den in Deutschland nur selten gebrauchten Fischer-Zeiten für Schnell- und Blitzschach zeigen die turniergeeigneten DGT-Uhren (DGT 2000, DGT XL und DGT 2010) ein fehlerhaftes Verhalten:

Alle drei Uhren schalten nach dem Überschreiten der Zeitkontrolle bei einem Spieler auch die andere Uhr ab. Auf diese Weise kann der andere Spieler nicht mehr die Zeit überschreiten, so dass es nicht mehr zum Remis wegen beiderseits abgelaufener Uhren kommen kann. Dieses Verhalten steht im Gegensatz zu den Regeln und macht die Uhren für den Einsatz im Schnell- und Blitzschach mit Fischer-Zeit unbrauchbar, falls keine ausreichende Beobachtung der Partien durch Schiedsrichter garantiert ist. (Dank für den Hinweis an Peter Hoffmann.)

7 Reaktionen zu “Weitere Schwierigkeiten mit den DGT-Uhren”
  1. Christian

    Es ist wohl leichter, die Modi zu veröffentlichen, mit denen man die Uhren benutzen kann als umgekehrt :-)

  2. Ray

    Das heißt also, effektiv kann man derzeit KEINE Fischer-Schnell- bzw. Blitzturniere spielen – außer man verwendet die Silver? Na, Prost Mahlzeit.

  3. MF

    Das heißt das nicht im geringsten. Was hat denn der Liga-Betrieb mit Schnellschach- bzw. Blitzturnieren zu tun? Hier wurde nur darauf hingewiesen, dass sich die DGT-Uhren nicht regelkonform verhalten. Aber es gibt ja noch zahlreiche andere Uhren, die man einsetzen kann.

  4. KHST

    Mir ist noch nicht ganz klar, was genau ist das „regelkonforme“ Verhalten bei Fischeruhren ?
    1a) Die Uhr schaltet nach einer bestimmten Zügezahl auf die nächste Periode um ?
    1b) Die Uhr schaltet sobald ein Spieler die Zeit aufgebraucht hat auf die nächste Periode um ?
    (ich denke 1b) Vereinskameraden meinen aber 1a)

    2) Wo genau kann man das nachlesen ???

  5. MF

    1. Die Uhr soll in keiner Weise in den Ablauf der Partie eingreifen, also auch nicht »selbstständig« entscheiden, wann der 40. Zug gemacht wurde. Denn sowohl kann es sein, dass die Spieler während der Partie aus irgendeinem Grund die Uhr hin- und hergedrückt haben, ohne dass ein Zug geschehen ist, als auch könnte es sein, dass ein Spieler bei einem Zug das Drücken komplett vergessen hat und das nicht korrigiert wurde. Der Zugzähler soll daher keinen Einfluss darauf haben, wann die Uhr die zweite Partiephase beginnt. Von daher soll die Uhr die Zeit für die nächste Phase dann zuschlagen, wenn einer der Spieler die gesamte Zeit für die aktuelle Phase verbraucht hat.

    2. Hier.

  6. Thomas Rondio

    Na ja – sooo schlimm scheint mir das nun auch wieder nicht zu sein. Der Fischer-Modus ist ja eingeführt worden, um den Spieler mit der schlechteren Zeiteinteilung besser zu stellen, und dieses Argument sollte beim Schnellschach eine unbedeutende und beim Blitzschach überhaupt keine Rolle spielen …

  7. MF

    Es wird hier ja auch nicht gesagt, wie schlimm es ist, sondern dass es nicht regelkonform ist. Schiedsrichtern genügt das.

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