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Beide Spieler fehlen zu Anfang der Partie

Frage: Bei einem Mannschaftskampf fehlen an einem Brett zu Anfang der Partie beide Spieler. Der Mannschaftsführer der Heimmannschaft setzt zu Beginn des Kampfes die Uhr des Spielers mit den weißen Steinen in Gang. Sechs Minuten später erscheint der Führer der schwarzen Steine. Der Mannschaftsführer der Heimmannschaft hält daraufhin die Uhr am entsprechenden Brett an, zieht dem Schwarzspieler die sechs Minuten von seiner Bedenkzeit ab und setzt anschließend die Uhr des Spielers mit den weißen Steinen wieder in Gang.

War diese Vorgehensweise korrekt?

Antwort: Nein! Fide-Regel 6.6 besagt:

Falls zu Beginn keiner der Spieler anwesend ist, verliert der Spieler mit den weißen Figuren die gesamte Zeit bis zu seinem Eintreffen, es sei denn, das Turnierreglement sieht etwas anderes vor oder der Schiedsrichter entscheidet anders.

Die Uhr des Spielers mit den weißen Steinen hätte also einfach ungestört weiterlaufen sollen. Für Schwarz ist kein Zeitabzug anzusetzen.

Zwar sieht die Fide-Regel 6.6 vor, dass der Schiedsrichter im Einzelfall auch anders entscheiden kann, doch existiert hierzu eine Empfehlung der Schiedsrichterkommission des DSB, dass der Schiedsrichter von dem ihm eingeräumten Ermessensspielraum keinen Gebrauch machen soll.

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